Neue Besen sind nicht nur gut für den Tresen

Ü40, Pokal, 1. Runde:
SG Bruchhausen/Vilsen – SG Ristedt 0:2
(0:1)
(Bericht von Björn Knips)
Die Transferpolitik der SG Ristedt könnte kaum erfolgreicher sein.
Mit gleich vier Neuzugängen startete die ambitionierte Truppe vom Ristedter Berg in die Saison und zog souverän in die zweite Runde des Pokals ein.Allerdings sah zunächst ein alter Spieler ziemlich alt aus: Bayram Arslan hatte bereits nach acht Minuten sämtliches Profil abgefahren und machte freiwillig Platz für Björn Knips.
Der hatte an der Außenlinie mit seinen Dehnübungen ohnehin nur genervt. Immerhin schickte er gleich mal Neuzugang Nummer eins, Patrick Janßen, auf die Reise.
Und der technisch hochversierte Angreifer markierte gekonnt mit der Pike das 1:0 (12.). Anschließend bekam er die ganze Härte des Ü40-Fußballs zu spüren und humpelte vom Platz.
Dabei sorgte der Nachwuchskicker für einen Skandal.
Er hatte sich einfach selbst aus- und Stefan Oberortner eingewechselt.
Die beiden Neulinge werden sich deshalb noch persönlich mit jeweils einem Meter Bier beim aufgebrachten Trainer Thorsten Glander und dem ganzen Team entschuldigen.
Apropos Bier: Auch Björn Knips und Holger Klocke werden nach ihren falschen Einwürfen eine Runde Gerstensaft schmeißen.
Es wurde aber auch noch Fußball gespielt.
Dabei bot der geilste Postbote der Welt, Thomas Hiersig, eine fantastische Partie in der Abwehr.
Aber an der Seite von Gärtner Kai Dieckmann wird auch Unkraut zu einer wertvollen Blume.
Dieckmann ist quasi ebenfalls neu im Team, machte von der Ex-Ersten rüber und überzeugte vor allem mit dem Spruch des Tages, nachdem Heinfried Hoops einen Unhaltbaren per Übergreifer entschärft hatte: „Äh Heinfried, der wäre gar nicht reingegangen.“

Hoops war tief getroffen, durfte aber stolz auf seine Leistung sein. Unter den Augen seines Vorgängers und hoffentlich bald auch seines Nachfolgers Ulf Jablenski, der wie ein HB-Männchen am Spielfeldrand wütete, zeigte Hoops eine starke Leistung.

Genauso wie auch Neuzugang Nummer vier: Carsten Kaczmarek. Erst wollte der Ball nicht rein, dann trat ihn der Keeper um und sah Rot (43.), aber schließlich durfte Kalle doch noch das 2:0 bejubeln (51.). Der agile Tino Schentz hatte kurz zuvor die große Gelegenheit zur Vorentscheidung verpasst.

Der Sieg ging absolut in Ordnung. Wer nicht dabei war, wird es schwer haben, sich ins Team zu kämpfen. Aber das Saisonziel ist nun mal auch von Thorsten Glander sehr hoch gesteckt worden: Einzug ins Pokalfinale und ein Platz unter den ersten Zehn – in der Achter-Liga.

SG Ristedt: Hoops – Kaczmarek, Dieckmann, Hierse, Glander, Janßen, Bayram, Knips, Oberortner, Klocke, Schentz