Jedes Spiel Fängt bei NULL an (Lothar matthäus) 20 JAhre WBC

Wesentlich genauer nimmt es die Berichterstattung des WESER-KURIER um unseren Württemberg Cup – und das schon seit 19 Jahren.

WBC Rückblende … Danke an Henry Stöver für die Einreichung des Beitrages

Der WESER-KURIER hat sich die Mühe gemacht, uns die in den letzten 19 Jahren des Württemberg Cup gesammelten Zahlen, Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen. Das möchten wir natürlich gern würdigen und stellen euch den Bericht von Thorin zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen.

19 Jahre Württemberg-Cup von Thorin Mentrup WESER-KURIER

19 Jahre Württemberg-Cup bedeuten insgesamt 266 Spiele. Dabei sind fast 1000 Tore gefallen. 957 Treffer finden sich im Archiv des WESER-KURIER, wobei vier Partien nicht mehr nachzuvollziehen sind. Besonders torreich geht es in den Jahren 2004 und 2009 zu, als die Teams mehr als 60 Mal in der regulären Spielzeit jubeln. Tiefpunkt ist das Jahr 2016 mit nur 33 Treffern. Der erste Torschütze des Turniers ist Jan de Boer. In der 26. Minute traf er zur Führung seines Habenhauser FV gegen den FC Sulingen.

Der Dauerbrenner beim Turnier ist der TSV Melchiorshausen: Er war bei allen 19 Auflagen dabei. Das hat sonst kein Team geschafft. Insgesamt haben 22 Teams am Württemberg-Cup teilgenommen, mit dem TSV Okel wird in diesem Jahr das 23. dazustoßen. Die Mannschaften und ihre Teilnahmen in der Übersicht: TSV Melchiorshausen (19), Brinkumer SV (17), SC Weyhe (15), TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (13), Bremer SV, TuS Syke (beide 12), TV Stuhr, TB Uphusen (beide 9), TuS Sudweyhe (8), SV Heiligenfelde (6), SC Twistringen, TuS Sulingen, TSV Bassum (alle 5), TSV Ristedt/1. FC Ristedt-Gessel (4), BTS Neustadt (3), Habenhauser FV, TuS Heidkrug, SV Bruchhausen-Vilsen (alle 2), FC Sulingen, Barnstorfer SV, TV Oyten und FC Oberneuland (alle 1). Fünf Sieger hat das Turnier bisher gesehen. Die meisten Titel hat der Bremer SV gewonnen: Neunmal krönte er sich zum Champion, zwischen 2007 und 2012 sogar sechsmal in Folge. Dahinter folgt der SC Weyhe, der nach vier Siegen in den ersten fünf Auflagen des Cups nie wieder den Pokal in die Höhe stemmen durfte. Der Brinkumer SV hat dreimal gewonnen, der TB Uphusen zweimal und einmal der TSV Melchiorshausen.

Bremer Oberwasser: Der Vergleich zwischen Mannschaften aus dem Niedersächsischen und dem Bremer Fußballverband macht den Reiz des Turniers aus. Wenn es nach Titeln geht, ist die Frage nach der Vormachtstellung klar beantwortet: 17:2 heißt es für die Bremer Vereine. Die einzigen niedersächsischen Titel holte der TB Uphusen. Aus dem Fußballkreis Diepholz hat es also noch gar keinen Sieger gegeben. Rekordsieger Bremer SV legt in Ristedt einen unrühmlichen Start hin: Im Jahr 2004 schickt er eine Truppe aus Altherren- und Hobbykickern und scheidet mit null Punkten und einem Torverhältnis von 5:25 aus. Die 2:11-Klatsche gegen den TB Uphusen ist bis heute die höchste Niederlage des Turniers. Mit dem 1:9 gegen den SC Weyhe, der gleich vier Strafstoßtore erzielt, ist der BSV dagegen in guter Gesellschaft: Auch der SC Twistringen verlor so hoch gegen den SCW (2001).

Mit acht Toren Unterschied gewinnen zudem der Brinkumer SV gegen den TSV Melchiorshausen (2009), der Barnstorfer SV gegen die Gastgeber (2002) und der TuS Sudweyhe gegen Weyhe (2015) – alle siegten 8:0. Wer ist eigentlich im Finale? Diese Frage stellen sich Teams und Fans im Jahr 2001. Der Brinkumer SV und der BTS Neustadt waren nach der Gruppenphase punkt- und torgleich. Als wäre das nicht schon kurios genug, sind die Neustädter am letzten Gruppenspieltag bereits abgereist. Also muss vor der Endrunde noch ein Elfmeterschießen zwischen beiden Teams die Entscheidung über den Finalteilnehmer bringen. Neustadt setzt sich durch, verliert aber dann gegen den SC Weyhe.

Im Jahr 2004 bringt zum ersten Mal das Elfmeterschießen die Entscheidung über den Turniersieger. Zwischen dem SC Weyhe und dem Brinkumer SV steht es nach der regulären Spielzeit 1:1. Dann beweist Weyhe die besseren Nerven, siegt vom Punkt 4:2. Der wohl längste Finaltag trägt sich im Jahr 2006 zu. Beide Partien gehen ins Elfmeterschießen. Für die Niedersachsen ist es ein Glückstag: Der TuS Syke, der bei seinen zwölf Teilnahmen nie im Finale steht, besiegt den Brinkumer SV mit 8:6 und wird Dritter, der TB Uphusen ringt den Bremer SV mit 7:6 nieder. Für Lacher im Endspiel sorgt Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann: Er pfeift Uphusens Mirko Ludes nach dessen Meckerei aus zehn Zentimetern so lang an, bis dieser entnervt aufgibt. Erst Verlierer, dann Sieger: Im Jahr 2009 muss Klaus Gelsdorf, Trainer des Brinkumer SV, die 5:7-Finalniederlage nach Elfmeterschießen gegen den Bremer SV mitansehen. Ein Jahr später jubelt er dagegen. Wieder gewinnt der Bremer SV gegen den Brinkumer SV nach Elfmeterschießen (6:4), doch der Coach hat inzwischen die Seiten gewechselt. Kurzes Gastspiel: Der FC Oberneuland nimmt 2015 das erste und einzige Mal am Cup teil und scheidet in der Vorrunde aus.

Was Rang und Namen hat im Fußballkreis Diepholz, war schon in Ristedt dabei. Mit einer Ausnahme: der BSV Rehden. Torlose Spiele sind in Ristedt eine Seltenheit. Im Jahr 2017 gibt es jedoch eine unschöne Premiere: Der SV Heiligenfelde und der TuS Sulingen sowie der Brinkumer SV und der TuS Sudweyhe sorgen für den ersten Auftakttag ohne einen einzigen Treffer. Gelb-Rot-Verwirrung: Im Jahr 2018 zeigt Schiedsrichter Marcel Thalmann zunächst Hanjo Harjes (TuS Sudweyhe) und dann Bastian Helms (Brinkumer SV) ohne vorherige Verwarnung Gelb-Rot, revidiert dann aber seine Entscheidungen. Helms muss später dennoch früher zum Duschen – dieses Mal, nachdem er verwarnt worden war.

Hier geht es zum Bericht des Weserkuriers zum 20. Geburtstag des WBC